Duftpelargonien

Duftpelargonien

Duftpelargonien

Obwohl die Nachfrage nach den bunten, herkömmlichen Pelargonien stetig abnimmt und man vermehrt insektenfreundliche Sommerblumen bevorzugt, wird das Interesse an duftenden Pelargonien immer größer.

Botanisch werden sie als Pelargonium klassifiziert (abgeleitet vom griechischen Pélargos), im Volksmund sind sie jedoch oft als Geranien bekannt. Ursprünglich gehörten sie zur gleichen Gattung wie der winterharte Storchschnabel, da sie alle ähnlich anmutende, storchschnabelartige Samenkapseln haben. Die immergrünen, strauchartigen, nicht winterharten Arten wurden jedoch 1774 vom französischen Botaniker Charles de L’Héritier in eine eigene Gattung, Pelargonium, ausgegliedert. Ihre Beliebtheit ist nicht neu: Die ersten Pelargonien wurden vor über 400 Jahren in unsere Gärten eingeführt.

Es gibt etwa 280 Pelargonium-Arten, die meist aus Südafrika stammen, und Hunderte von Sorten. Nicht alle werden wegen ihrer dekorativen Blüten angebaut; es gibt mehrere Arten und Hybriden, die wegen ihres stark duftenden Laubs sehr beliebt sind. Die Blätter enthalten Geraniol – ein ätherisches Öl, das in der Parfümerie sowie in Produkten wie Kosmetika und Reinigungsmitteln verwendet wird. Die Pflanze wirkt außerdem als natürliches Insektenabwehrmittel.

Die große Vielfalt

Die Auswahl an duftenden Pelargonien ist groß. Ihr Wuchs und Charakter variieren je nach Art. Auch der Duft kann stark variieren – von Minze, Apfel, Zitrone und Orange (‘Orange Fizz‘ hat attraktive Blüten in zwei kontrastierenden Violett-Rosa-Tönen) bis hin zu Rose (P. graveolens mit filigranen grünen Blättern und zarten weiß-rosa Blüten), Lavendel, Gewürzen, Haselnuss, Mandeln oder Wermut (P. blandfordianum mit zarten weißen Blüten und rosa-roten Markierungen).

Die Blüten und Blätter sind ebenso vielfältig. Einige Blüten sind ausgesprochen zurückhaltend, andere recht auffällig. Die Blätter sind weich, filzig, ganzrandig (Pelargonium tomentosum), fein geschnitten wie Spitze (P. denticulata) oder sogar bunt gezeichnet (‘Lady Plymouth‘).

Obwohl alle gut mit Hitze und Trockenheit zurechtkommen, ist Pelargonium sidoides besonders gut für extreme Bedingungen geeignet: Sie hat kleine, sonnenreflektierende, silbergraue Blätter. Dank ihres knolligen Wurzelsystems ist diese Sorte besonders trockenheitsresistent. Die kleinen Blüten sind dunkelrot.

Pflege

Diese Pflanzen sind wenig anfällig für Schädlinge und Krankheiten. Da sie frostempfindlich sind, sollten sie frostfrei überwintert werden. Sie können jedoch auch in der Wohnung an einem hellen Standort in Fensternähe stehen und eher trocken gehalten werden. Sobald die ersten Anzeichen des Frühlings zu sehen sind, dürfen Sie wieder häufiger gießen – nachdem die Pflanzen zurückgeschnitten und in frische Erde umgetopft wurden. Nach dem Frost können sie wieder als kräftige, vitale Pflanzen ins Freie gesetzt werden.

Isabelle Van Groeningen

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